GSM: IDS Optimierung
Netzwerk-basierte Intrusion Detection Systeme (NIDS) haben die Aufgabe Angriffe gegen das Netzwerk zu identifzieren und zu melden. Sie schneiden dafür den Netzwerkvekehr mit und analysieren diesen auf verdächtige Aktivitäten hin. Dies schließt die Identifikation auch komplexer Angriffsmuster ein.
In der Regel ist die IDS-Funktion mit einem Intrusion Prevention System (IPS) gekoppelt. Damit kann unmittelbar auf eine Bedrohung reagiert werden, zum Beispiel in dem Datenpakete gelöscht werden, Verbindungen unterbrochen werden oder die übertragenen Daten so geändert werden dass die davon ausgehende Gefahr beseitigt wird.
Eine optimale Leistung kann das NIDS/IPS dann erbringen wenn der gesamte Datenstrom erfasst wird. Damit wird es aber zum Flaschenhals der Netzwerkinfrastruktur und jegliche Optimierung erhöht den Datendurchsatz.
Genau hier kommt der Greenbone Security Manager ins Spiel: Im Gegensatz zum passiven, also auf Angriffe wartenden NIDS/IPS, hat der GSM aktiv Informationen zu schwachen Systemen der IT-Infrastruktur gesammelt. Seine Daten helfen dem NIDS/IPS die Arbeit zu optimieren, beispielsweise gefährdete Systeme mit Priorität zu behandeln.
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GSM-NIDS/IPS Kopplungsmethode 1: Manueller Daten-Transfer von GSM nach NIDS/IPS
Jeder beliebige Bericht zu einem Schwachstellen-Scan kann an das NIDS/IPS gesendet werden. Entweder per Export/Import (bei unbekannten oder nicht erreichbaren NIDS/IPS) oder aber auch auf einen einfachen Knopfdruck hin (wenn GSM und das NIDS/IPS miteinander bekannt gemacht wurden.
Der Anwender kann vollständige Berichte senden oder einen nach beliebigen Kriterien gefilterten Bericht.
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GSM-NIDS/IPS Kopplungsmethode 2: Automatischer Daten-Transfer von GSM nach NIDS/IPS
Sind GSM und NIDS/IPS füreinander konfiguriert, so ist der Daten-Transfer von GSM nach NIDS/IPS so einfach wie jede andere Eskalations-Routine beim GSM. Nach Abschluss eines Scans wird entsprechend der gewünschten Kriterien das Scan-Ergebnis ganz automatisch an das NIDS/IPS übertragen. Läßt man diesen Scan-Auftrag jede Woche automatisch ausführen erhält man ein vollautomatisiertes Melde- und Optimierungssystem.
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GSM-NIDS/IPS Kopplungsmethode 3: Aktive Steuerung des GSM durch NIDS/IPS
Beim Betrieb des NIDS/IPS entstehen Verdachtsmomente zu Systemen mit besondere Gefährdung. Der GSM kann für eine Inspektion dieser speziellen Systeme beauftragt werden. Sobald er mit seiner Arbeit fertig ist, sendet er von allein seine Ergebnisse zurück. In der Zwischenzeit arbeiten beide Systeme vollkommen unabhängig voneinander weiter, keines blockiert das andere.
Sind GSM und NIDS/IPS erst einmal aufeinander eingestellt, bedarf es dann keinerlei manueller Arbeit mit dem GSM. Das NIDS/IPS steuert den gesamten Ablauf des GSM.
Folgende NIDS/IPS werden direkt von Greenbone unterstützt:
- Sourcefire Defense Center (ab GSM 1.5)
Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für dieses Produkt finden Sie auf dieser Seite.
Vorbereitung des Sourcefire Defense Centers
Damit Ihr Sourcefire Defense Center Ergebnisse von einem Greenbone Security Manager (GSM) entgegennimmt, müssen Sie zunächst den GSM im Defense Center als so genannten Host Input Client anlegen und ein entsprechendes Zertifikat erstellen.
Begeben Sie sich dazu in das Konfigurationsmenü der Host Input Clients, das unter "Operations" und dort unter "Configuration" finden. Klicken Sie in diesem Konfigurationsmenü auf "Create Client" und geben Sie die IP oder den Namen Ihres GSMs ein. Ein Passwort muss nicht eingegeben werden.
Nach der Erstellung des Host Input Clients können Sie nun das Zertifikat herunterladen, indem Sie auf den in der Spalte "Certificate Location" genannten Link klicken. Speichern Sie dieses Zertifikat lokal ab.
Konfiguration des Greenbone Security Manager
Auf dem GSM benötigt man das Report Format Plugin "Sourcefire Host Input Import". Falls noch nicht installiert, findet man es bei den Report Format Downloads. Das Report Format Plugin können Sie installieren, indem Sie auf Ihrem GSM das Menü "Report Formats" öffnen, dort unter "Import Report Format Plugin" das von Ihnen heruntergeladene Plugin auswählen und auf "Import Report Format" klicken. Das Plugin erscheint nun in der Liste der Report Formats.
Um das Report Format Plugin nutzen zu können, müssen Sie es aktivieren. Stellen
Sie zunächst sicher, dass das Plugin vertrauenswürdig ist: In der Spalte
"Trust" muss der Wert "yes" erscheinen. Klicken Sie dann auf das
-Symbol und setzen Sie die Einstellung
"Active" auf "yes". Klicken Sie auf die Schaltflächen "Save Report Format", um
diese Einstellung zu speichern.
Als nächstes legen Sie einen Escalator an, der Ihren GSM mit dem Sourcefire Defense Center verbindet. Öffnen Sie hierzu das Menü "Escalators" und erstellen Sie einen neuen Escalator. Nachdem Sie einen Namen für den Escalator festgelegt haben, wählen Sie bei "Method" den Typ "Sourcefire Connector". Tragen Sie in die dazugehörigen Eingabefelder die IP und den Port Ihres Defense Centers ein und wählen Sie für das Feld "PKCS12 file" das Zertifikat aus, welches Sie zuvor vom Sourcefire Defense Center heruntergeladen haben.
Ergebnis an das Sourcefire Defense Center übertragen
Um einen bestehenden Report an das Sourcefire Defense Center zu übertragen,
öffnen Sie zunächst den Report. Im Report Summary können Sie nun den gesamten
Report oder eine gefilterte Auswahl übertragen, indem Sie in der
entsprechenden Zeile in der Spalte "Escalate" den von Ihnen soeben
erstellten Escalator auswählen und auf das
-Symbol klicken.
Sie können, wie jeden anderen Escalator auch, den Sourcefire Connector so
einsetzen, dass Scan-Ergebnisse automatisch an das Defense Center übertragen
werden. Wählen Sie hierzu einfach den von Ihnen erstellten Escalator aus, wenn
Sie einen neuen Task erstellen oder wählen Sie den Escalator für einen
bestehenden Task aus, indem in der Task-Übersicht auf das
-Symbol klicken.
Es ist ebenfalls möglich, die Ergebnisse eines Scans nur zu übertragen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind; diese Bedingungen können Sie bei der Erstellung des Escalator setzen und den neu erstellten Escalator dann bei Ihrem Tasks einsetzen.
Ergebnisse im Sourcefire Defense Center ansehen
Im Sourcefire Defense Center können Sie die übertragenen Ergebnisse unter dem Menüpunkt "Analysis & Reporting: RNA" und dort unter "RNA Events" einsehen. In den Daten zu den von Ihnen übertragenen Zielsystemen finden Sie nun einen Abschnitt, der die vom GSM identifizierten Schwachstellen enthält.








